Berufsbildungsbericht 2019: Mehr Ausbildungsverträge, weiterhin Passungsprobleme

Cover Berufsbildungsbericht 2019

Der Berufsbildungsbericht 2019, den das BMBF am 10. April veröffentlicht hat, zeigt, dass die Zahl der Ausbildungsverträge in Deutschland weiterhin steigt. Allerdings finden viele Jugendliche noch immer keinen Ausbildungsplatz, während Betriebe freie Stellen nicht besetzen können.

Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt sei weiter gut, sagte Bundesbildungsministerin Anja Karliczek bei der Veröffentlichung des Berufsbildungsberichts 2019. "Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge ist erneut gestiegen", teilte die Ministerin in einer Pressemitteilung mit. 531.400 Menschen haben im vergangenen Jahr ihre Ausbildung begonnen, 8.100 mehr als im Jahr zuvor. Auch die Betriebe boten 16.800 Ausbildungsstellen mehr an als noch 2018. Statistisch gesehen standen 100 Ausbildungssuchende 106 Ausbildungsstellen gegenüber.

Wie schon in den Vorjahren ist die Zusammenführung von Angebot und Nachfrage eine der zentralen Herausforderungen des Ausbildungsmarktes. So wurden zum Ende des Ausbildungsjahres noch 57.700 offene Stellen bei den Betrieben verzeichnet. Verglichen mit dem Vorjahr ist dies ein Anstieg um 8.700 Stellen (17,7 Prozent). Daneben ist auch die Zahl derjenigen gestiegen, die am Ende des Ausbildungsjahres als unversorgt gelten. Ihre Zahl betrug im Berichtsjahr 24.500 - also 800 bzw. 3,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Insbesondere Klein- und Kleinstbetriebe haben immer größere Schwierigkeiten, für angebotene Ausbildungsstellen geeignete Bewerber zu finden und ziehen sich zusehends aus der Ausbildung zurück.

Ergänzend zum Berufsbildungsbericht 2019 hat das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) den neuen Datenreport zum Berufsbildungsbericht - in einer Vorab-Version - veröffentlicht.

Bildnachweis: Cover Berufsbildungsbericht 2019 / © BMBF