Projekt SVL 2020: "Maßstäbe im deutschsprachigen Raum gesetzt"

SVL Mockup

Am 11. September 2019 fand in Berlin die Abschlusskonferenz des BMBF-geförderten Projekts SVL 2020 statt. Die Veranstaltung im Fraunhofer Forum stellte das auf den Konzepten Social Augmented Reality und Social Virtual Learning aufbauende Verbundvorhaben vor und vermittelte einen Überblick über das Potenzial von AR- und VR-Technologien in der Bildung.

Im Projekt SVL 2020 wird eine Lernanwendug entwickelt, die neuartige Interaktions- und Kollaborationskonzepte in einer Multi-User Virtual Reality-Umgebung ermöglicht. Lernende können unabhängig vom Medium (3D, AR, VR) mit VR-Brille oder Tablets am Unterricht teilnehmen, virtuelle Maschinen erkunden, mit diesen interagieren und gemeinsam mit anderen an Aufgaben arbeiten. Mit einem Autorenwerkzeug können nicht nur neue Lerninhalte angelegt werden, auch der Import neuer 3D-Modelle ist möglich.

Das Projekt SVL 2020 wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Programms „Digitale Medien in der beruflichen Bildung“ gefördert. An der Abschlusskonferenz (Die Förderlaufzeit endet am 30. September 2019) beteiligten sich – neben den Projektverantwortlichen – Experten aus dem Bereich VR und AR. In gemeinsamen Duo-Vorträgen erläuterte man die Themenbereiche Technik, Workflow, Didaktik und Services. Zu der Frage „Über welche Technik verfügen wir heute?“ betonte Torsten Fell vom Institute for Immersive Learning, dass VR- und AR-Technik besonders im Bereich Bildung Wachstum vorhergesagt wird. SVL 2020 bescheinigte Fell, „Maßstäbe im deutschsprachigen Raum“ gesetzt zu haben, insbesondere im Bereich Social VR und AR, da die Anwendung den Nutzerinnen und Nutzern die Gelegenheit gibt, gemeinsam in der virtuellen bzw. augmentierten Realität zu lernen.

Thomas Pilz vom DRK Kreisverband Herford-Stadt e.V. zeigte im Rahmen der Abschlusskonferenz auf, wie die Technik von SVL 2020 bereits dazu genutzt wird, einen Rettungswagen-Simulator zu erstellen, der Notfallsanitäterinnen und -sanitätern besser auf reale Notfallsituationen in einem entsprechenden Fahrzeug vorbereiten soll. Hier profitiert der DRK Kreisverband Herford-Stadt e.V. u.a. davon, dass die SVL-Anwendung im Bildungsbereich kostenfrei verwendet werden darf.

Die Vorträge und Präsentationen der SVL 2020-Abschlusskonferenz können auf der Projektwebseite frei heruntergeladen werden, ebenso eine Demo-Version der SVL-Anwendung. Daneben ist das Projekt Social Virtual Learning Bestandteil der bundesweiten BMBF-Roadshow "Digitale Medien im Ausbildungsalltag", in deren Rahmen Interessierte an einem SVL-Workshop teilnehmen können. Im Jahr 2019 macht die Veranstaltungsreihe noch in Schwerin (24. Oktober) und Mainz (6. November) Station.

Bildnachweis: © Social Virtual Learning